Vigenère-Verfahren „one-time-pad“-style
Auch wenn man das Vignère-Verfahren mit einem langen Text anwendet, kann man dennoch durch statistische Analysen über die Verteilung der Buchstaben, Bigramme und Trigramme den Text entschlüsseln. Manchmal reicht es auch, das Buch zu finden, mit dessen Hilfe man verschlüsselt und man kann durch bloßes Ausprobieren mittels eines Computers (in einem so genannten Brute-force-Ansatz) die Texte entschlüsseln.
Um die statistische Analyse unter Verwendung der Buchstabenhäufigkeit auszuhebeln, kann man zur Verschlüsselung ein One-Time-Pad verwenden. Als Schlüsseltext wird eine zufällig erstellte Buchstabensequenz verwendet, in denen alle Buchstaben mit gleicher Wahrscheinlichkeit vorkommen. Ein Beispiel für eine solche Sequenz ist:
oujyq szewg yelnk fmyon tbpqo brsgy cdiyy fjsbk iqcbc bhhoz nhliq epnjc gduxa rwuyt bwzio rixur sxeop zsjud upsdq lqztg tutvs atzqd jjcjg hdpqa jvqtm yrwym mlkvw mglkk mjyer xnaaa vonoh jhwzt hiqfg lfdyj srdks snlig hhtkq mruez wmtqh ornta xbece blmby mmhkm gocsh ylwbj weecr zwngn znklw zarhv dpdfz qpoqf atmyh lledr xjclm xjtex cwact dghkz ewvev dgwjb fozfq
Bei der Verwendung des One-Time-Pads ist es essenziell, dass jede Folge nur einmal verwendet wird (daher auch One-Time-Pad). Eine logische Folge der Verwendung der One-Time-Pad-Methode ist, dass die Schlüssel physisch übergeben werden müssen. Eine bestimmte Bibel-Ausgabe oder ein Gesetzestext im Bücherschrank fällt nicht auf, aber versuchen Sie mal zu erklären, wozu Sie eine Sequenz wie oben abgedruckt im Haus herumliegen haben.